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Nähmaschinen auf Reisen

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Bloß keine Hast

Ob man zum ersten oder zum hundertsten Mal auf der Brücke steht – es kann immer wieder passieren, dass man einen Moment innehält, den Blick und die Gedanken schweifen lässt oder die Boote beobachtet, die langsam auf der Havel dahingleiten. Und zwar mitten in der Stadt. Zehdenick besitzt etwas, das andere historische Stadtkerne nicht haben: Wasser und eine Brücke. Mit 33 Metern Länge gehört sie vielleicht zu den Kleinformaten, ist aber deshalb nicht weniger faszinierend.

Eine Brücke verbindet schon seit Jahrhunderten Zehdenick-Damm mit dem später eingemeindeten Dorf Hast. Die Bezeichnung Dammhastbrücke wird von den Einheimischen verkürzt: Mit der Hastbrücke weiß jeder Zehdenicker etwas anzufangen.

Heute sind es meist Touristen-Boote, die von und zur Schleuse unter der Brücke hindurchmüssen. Früher nahmen die Schiffer mit ihren Kähnen diesen Weg. Weil sie Zeit sparen wollten und das Entfernen und Zurücklegen der Holzbretter zu umständlich war, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts die einflüglige Holz-Zugbrücke errichtet und hieß damals noch Hohe Brücke. Mehrfach wurde sie seitdem erneuert. Nachdem die Deutsche Wehrmacht Ende April 1945 alle drei Zehdenicker Brücken über die Havel gesprengt hatte, wurde die Dammhastbrücke wieder aufgebaut. Die jetzige Stahlkonstruktion ist mittlerweile auch schon 30 Jahre alt, sie stammt aus dem Jahr 1991/92. Seit der 775-Jahr-Feier Zehdenicks öffnen sich zwei Flügel für die Freizeit- und Berufskapitäne. Fußgänger und Radfahrer müssen so lange warten. Doch sie bekommen dabei etwas zu sehen. Die Zugbrücke in Aktion ist und bleibt ein kleines Schauspiel in der Havelstadt.